Mittwoch, 25. Januar 2012
A - das A und O
Der Anfang und das Ende (O ist der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets); das Wichtigste, das Wesentliche: Gegenseitiges Vertrauen ist das A und O der Freundschaft.
von A bis Z
Vom Anfang bis zum Ende (des Alphabets): Er hat mir die Geschichte von A bis Z erzählt.
wer A sagt, muss auch B sagen
Wer den ersten Schritt tut, muss auch den zweiten tun; wer etwas angefangen hat, muss es auch fortsetzen:
Du hast ihm mit einem Prozess gedroht. Jetzt musst du es aber auch tun, denn wer A sagt, muss auch B sagen.
ABEND
- es ist noch nicht aller Tage Abend
Es ist noch nicht alles verloren (gewonnen), es kann sich noch manches andern:
Im Augenblick sieht es um deinen Prozess schlecht aus, aber es istja noch nicht aller Tage Abend.
ABSTECHER
- einen Abstecher machen
Eine kurze Reise nach einem Ort machen, der nicht auf der Reise-route liegt:
Auf unserer Fahrt nach Italien machten wir auch einen Abstecher in die Schweiz.
ACH
- mit Ach und Krach
Nur mit großer Mühe, gerade noch, mit knapper Not: Er hat mit Ach und Krach die Prüfung bestanden.
ADER
- j-n zur Ader lassen - j-m Geld abnehmen:
Wir haben uns über die Kosten unserer Urlaubsreise sehr geduscht.
Man hat uns unterwegs kräftig zur Ader gelassen.
- eine leichte Ader haben - Leichtsinnig sein:
Es wundert mich gar nicht, dass der junge Mann auf Abwege geraten ist; er hatte schon immer eine leichte Ader.
ANGEL
- die Welt aus den Angeln heben - Die Welt grundlegend ändern :
Junge Leute glauben immer, mit ihren Ideen die Welt aus den Angeln heben zu können.
ANKOMMEN -
- es kommt mir darauf an
Es ist mir besonders wichtig:
Es kommt mir nicht darauf an, wie lange du an dieser Sache arbeitest; es kommt mir nur darauf an, dass die Arbeit erfolgreich abgeschlossen wird.
- es darauf ankommen lassen
Gewisse Schwierigkeiten sehen, aber eine Sache trotzdem wagen: Ichfürchte, dass nicht alle Herren des Vorstands mit meinen Ausführungen einverstanden sein werden, aber ich lasse es darauf ankommen.
APFEL
- in den sauren Apfel beißen
Etwas tun, obgleich es einem schwerfällt:
Meine Tochter wünscht sich einen eigenen Wagen. Ich glaube, ich muss wohl in den sauren Apfel beißen und ihr einen kaufen.
APRIL
- j-n in den April schicken
- j-n zum Narren halten, indem man ihm etwas sagt, was wohl wahr sein konnte, im Augenblick aber nicht stimmt (Sitte am 1. April): Ihr braucht euch keine Millie zu geben. Mich könnt ihr nicht in den April schicken.
ARM
- mit offenen Armen aufnehmen oder empfangen Freudig willkommen heißen:
Bei meinen Besuchen im Ausland hat man mich überall mit offenen Armen aufgenommen.
- j-m unter die Arme greifen -J-m helfen; j-n unterstützen:
Er hat seinem Freund finanziell unter die Arme gegriffen.
- j-n auf den Arm nehmen Sich über j-n lustig machen:
Er ist ein Spaßvogel, der alle Leute auf den Arm nehmen will.
ARMEL
- etwas aus dem Ärmel schütteln
Etwas sofort ohne Schwierigkeit herbeischaffen oder tun können: Wo soll ich denn das viele Geld hernehmen? Ich kann es mir doch nicht aus dem Ärmel schütteln.
ARMUTSZEUGNIS
- sich ein Armutszeugnis ausstellen - Seine (geistige) Armut beweisen, sich eine Bloße geben:
Sie werden sich doch kein solches Armutszeugnis ausstellen wollen
und behaupten, dass Sie das alles nicht wissen.
ATEM
- j-n in Atem halten J-n nicht zur Ruhe kommen lassen:
Diese lebhaften Kinder halten ihre Mutter den ganzen Tag in Atem.
AUGE
- mit einem blauen Auge davonkommen
Eine Gefahr überstehen und nur geringfügigen Schaden erleiden: Der Kaufmann ist bei dem Konkurs seiner Firma noch mit einem blauen Auge davongekommen.
- ein Auge zudrücken
Besonders milde urteilen, nachsichtig sein:
Die Arbeit war nicht besonders gut ausgefallen; hätte der Professor
nicht ein Auge zugedrückt, so wäre der Student in der Prüfung
durchgefallen.
- große Augen machen
Staunen: Als ich ihm von meinem Erfolg erzählte, machte er große Augen. Er hatte mir das nicht zugetraut.
- mit offenen Augen ins Unglück rennen
- j-m die Augen öffnen
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